Taunuszeitung vom 28.9.20

Neu-Anspach- "Mit dem Jugendhaus haben wir einen wichtigen Anlaufpunkt für unsere Jugendlichen, denn viele wissen nicht, wohin sie nach der Schule gehen sollen und kommen daher dann direkt hierher." Diesen Standpunkt vertritt die Junge Union (JU), nachdem sie mit Josha Kählitz, der zuletzt als Streetworker im Einsatz gewesen war, das Gespräch gesucht hatte. Bekanntlich war über das Jugendhaus und dessen Betreiber, den Verein zur Förderung der Integration Behinderter (VzF), in der Politik zuletzt viel diskutiert worden.
"Das Jugendhaus ist nicht nur für die Spaß-Aktivitäten verantwortlich, sondern bietet den Jugendlichen eine professionelle pädagogische Betreuung. Es werden Bewerbungen geschrieben, damit sie Perspektiven für ihre Zukunft bekommen", finden die Jungpolitiker rund um ihre Vorsitzende Charlotte Stöckl.
Besonders wichtig sei dabei die Arbeit des Streetworkers. Er suche den Kontakt zu Jugendlichen, damit sie nicht an den Brennpunkten der Stadt verkehren, und biete ihnen die Möglichkeit, im Jugendhaus ihre Zeit zu verbringen. "Es kommen auch viele junge Flüchtlinge hierher und nutzen Angebote wie Freizeitaktivitäten und eine pädagogische Betreuung", hat die JU erfahren. "Dabei sorgt das Jugendhaus für einen wichtigen Teil ihrer Integration in unsere Gesellschaft."
Die Einrichtung in der Gustav-Heinemann-Straße sei sehr wichtig für ein "friedliches Leben der Jugend in Neu-Anspach" und dürfe auf keinen Fall mit einem Jugendzentrum gleichgesetzt werden, finden die jungen Leute und sagen nach ihrem Besuch: "Wir finden deshalb, dass die Arbeit im Jugendhaus weitergehen sollte. Egal, wie viele Jugendliche hier tagtäglich hinkommen, es lohnt sich für jeden Einzelnen. Wir sollten unseren jungen Bürgern das Gefühl geben, irgendwo einen ruhigen und sicheren Ort zu haben, denn nicht jeder hat diesen zu Hause." pet

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