Auch zwischen Wahlen sind wir für SIE da!

Dialogstand auch nach den Wahlen – CDU Neu-Anspach bei strahlendem Sonnenschein am Feldberg Center

Mit dem Slogan „Wir alle. Für Neu-Anspach“ und dem Versprechen auch nach der Wahl immer für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt ansprechbar zu sein, startete die CDU Neu-Anspach in den Wahlkampf, mit der kleinen Broschüre „Für Sie in den Gremien der Stadt“ präsentierte sie sich jetzt bei einem Dialogstand vor dem Feldberg Center. „Bei bestem Wetter und erfreulicherweise (etwas) gelockerten Corona-Regeln konnten wir unsere Mitglieder in den vier Fachausschüssen und dem Magistrat vorstellen und in der Broschüre einen Überblick über die inhaltliche Ausrichtung der Ausschüsse geben. Dies und die Veröffentlichung der Kontaktdaten unserer Kommunalpolitiker zeigt, dass wir nach der Wahl nicht nur Politik machen wollen, sondern den engen Kontakt zu den Bürgern halten wollen“, schreibt Holger Bellino, der die Liste der Christdemokraten anführte und in der ersten Sitzung der Stadtverordneten als deren Vorsitzender wiedergewählt wurde;- Uwe Kraft wurde als einer seiner Stellvertreter auch ins Präsidium des Parlaments gewählt. Ulrike Bolz, die den Infostand gewohnt professionell organisierte, zeigte sich begeistert von der Resonanz. „Es wurden sehr viele Gespräche mit den Passanten geführt und es waren – zeitlich versetzt – fast zwanzig der Kandidaten, von denen die meisten mittlerweile eine Funktion in der Stadtverordnetenversammlung oder dem Magistrat begleiten, anwesend.“ Themenschwerpunkte waren die nach wie vor angespannte Finanzsituation der Stadt, die Gestaltung der Jugendarbeit und die Umsetzung der Ideen aus dem Stadtentwicklungsprogramm. Als gegen Mittag noch der Bundestagsabgeordnete Markus Koob für eine Stunde vorbeischaute nutzten dies wiederrum einige der Besucher zu politischen Ausflügen in die Bundespolitik.

Drei von zehn Stadträtinnen und Stadträten stellt die CDU.

Jürgen Strempel als Ersten Stadtrat sowie Corinna Bosch und Sascha Schmittel


Prominenter Besuch im Schlossgarten

Volker Bouffier knöpft sich Grüne und SPD vor und verteidigt die Meinungsfreiheit

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (Mitte) beantwortete ebenso wie Bundestagsabgeordneter Markus Koob die Fragen von Gastgeber Dr. Christoph Holzbach (links) zu verschiedenen Wahlkampfthemen. FOTOS: Seibt
Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) und CDU-Direktkandidat Markus Koob trafen im Usinger Schlossgarten auf AfD-Politiker und Personen, die wegen ihrer Äußerungen der Querdenker-Bewegung zugeordnet werden können - alle waren "im Dienst", nur in unterschiedlicher Mission. Der Usinger CDU-Stadtverband hatte Volker Bouffier und Markus Koob zu einem Austausch mit Bürgern eingeladen. Wer mochte, konnte eine Currywurst essen.
Keine einfache Gemengelage - das wurde mit Blick auf die bewaffneten Polizisten und Personenschützer auf dem CWS-Campus, wo sich sonst Schüler unbeschwert bewegen, klar, wobei der Ministerpräsident natürlich Letztere in der Öffentlichkeit immer um sich hat.
Zu den Gästen auf dem Gelände und hinter dem Zaun gehörten viele Kommunalpolitiker. Viele Fragen von einigen Teilnehmern, darunter AfD und Querdenker-Unterstützer, hatten ein Hauptthema: die Corona-Pandemie. "Ich hätte mit niemandem von den verantwortlichen Politikern im vergangenen Jahr tauschen wollen", sagte Moderator und Chef des Usinger Stadtverbandes, Dr. Christoph Holzbach, zu diesem Thema. Denn eine solche Pandemie habe es so noch nie gegeben. Dass Corona das über lange Zeit beherrschende Thema bei den Fragen an Koob und Volker war, mag den einen oder anderen Zuhörer angesichts anderer, ebenso wichtiger Themen für Deutschland ein wenig überrascht haben. Gleichwohl ließ Holzbach die kritischen Fragen ebenso lange zu.
Als es um den CDU-Kanzlerkandidaten Armin Laschet ging, machten sowohl der Ministerpräsident als auch der Bundestagsabgeordnete gleich zu Beginn eines sehr deutlich: "Sie wählen nicht den Kanzler am 26. September, sondern sie wählen Parteien und den Bundestag."
Kritische Worte zum Klimaschutz
Das, so die Kritik Bouffiers am aktuellen Wahlkampf, werde bei allen Diskussionen und in den Medien offenbar gerne vergessen. Parteiprogramme spielen keine bis eine untergeordnete Rolle, gab er zu bedenken, und lenkte die Diskussion kurzzeitig in Richtung Klimaschutz. Der sei wichtig, "aber wir müssen ihn effizient betreiben, denn wenn die Menschen keine Arbeit mehr haben, wird ihnen Klimaschutz schnell egal", prophezeite Bouffier. Deshalb plädierte er für Klimaschutz, der darauf setzt, dass zum Beispiel Unternehmen eigenverantwortlich und aus eigenem Antrieb und Interesse handeln, anstatt sie mit Verboten zu belegen. Der "hippe Berliner ist eben nicht Christoph Holzbach", sagte Bouffier und spielte damit auf den Vergleich Stadt/Land an. Mobilität sei für den ländlichen Raum ein zentrales Thema, vor allem wenn der öffentliche Personennahverkehr nicht dem der Stadt entspreche. Da mit Einschränkungen zu arbeiten, halte die CDU für den falschen Weg.
Doch nicht nur die Grünen bekamen ihr Fett weg. Auch bei der SPD sparte der Ministerpräsident nicht mit Seitenhieben. "Ich kenne Olaf", sagte Bouffier in seiner betont unaufgeregten Art und gab zu bedenken, dass Olaf Scholz vor vier Jahren von 80 Prozent der eigenen Parteimitglieder nicht einmal als deren Frontmann gewollt wurde und nun als Kanzler vorgeschlagen werde. "Glauben Sie im Ernst, dass der sich durchsetzen kann gegen all diejenigen, die er im Schlepptau hat?" Mit der SPD gebe es eine Verschiebung nach links, das sollten die Wähler bedenken. Denn ein Bündnis werde dann auch mit den Linken geschlossen, die im hessischen Landtag "offen von Enteignung sprechen". Außenpolitik ist derzeit bundesweit ein heiß diskutiertes Thema, nachdem die Taliban nun auch die Hauptstadt Kabul eingenommen haben. Grund genug für den Bundestagsabgeordneten Koob, das Thema zumindest zu streifen. Jeder, der sich für die innere und äußere Sicherheit des Landes einsetze, dem gebühre großer Respekt, denn das seien die wahren Helden. Und in der Diskussion um bewaffnete Drohnen stelle sich auch die Frage, wer man sein wolle. Es helfe nichts, mutig zu sein und für etwas einzustehen, wenn die Ausrüstung nicht funktioniere.
"Europa ist die Antwort auf viele Fragen"
Auch das Thema Europa nahmen die beiden Gäste ins Visier. "Europa ist die Antwort auf viele Fragen", betonte Koob. Allerdings sei die Übernahme von Schulden und die Entlassung aus der Eigenverantwortung aus Sicht der CDU eine falsch verstandene Solidarität. Deshalb habe die Union kein Interesse daran, an den Schulden anderer Länder zu partizipieren. Und auch über diesen Weg, das betonten die beiden Politiker deutlich, werde am 26. September zur Bundestagswahl entschieden.
Flankiert von Zwischenrufen, mal Applaus, mal offen bekundete andere Meinungen, bewiesen die zwei Unions-Männer aber vor allem Professionalität, selbst bei Reizthemen.
Eines machte Bouffier - mit Blick auf anwesende Querdenker - dann aber auch ganz deutlich. Dass er sich nicht nur mit den Fragen der Menschen beschäftige, sondern deren Anliegen ernst nehme und das zu jeder Zeit, "aber wir sind nicht die Fußabtreter".
Dass es in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern immer noch die Meinungsfreiheit gebe, beweise die Tatsache, dass auch andere Meinungen an diesem Abend zu Wort kommen durften. Selbst, wenn da kein Konsens erreicht werden konnte. Tatjana Seibt


52 geschulte Helfer schaffen 800 und mehr Untersuchungen pro Tag

CDU-Delegation besucht Schnelltest-Zentrum der Glocken-Apotheke und erfährt Hintergründe zur Strategie
Text und Bild: Frank Saltenberger, Taunuszeitung vom 8.4.21

Dr. Schamim Eckert erläutert der CDU-Delegation den Ablauf im Testzentrum im Jugendhaus.

Stammtische gelten nicht gerade als Orte fein geschliffener Rhetorik und diplomatischer Äußerungen, sondern eher als solche, wo ungeschminkt Tacheles geredet wird. Stammtische allerdings sind inzwischen ein Covid-Anachronismus und sind schon längst zu einem Netz-Format mutiert.
Die Tuchfühlung fehlt, der verbale Nahkampf auch. Aber es hat auch etwas Gutes, denn wildes Durcheinanderreden macht sich hier nicht gut, stattdessen ist strukturierter Gedankenaustausche möglich und bringt dennoch fruchtbare Stammtischideen hervor.
"Das ist an unserem Online-Stammtisch entstanden", sagte Holger Bellino jetzt, als er sich zusammen mit einer CDU-Delegation die Neu-Anspacher Corona-Teststation im Jugendhaus anschaute. Im Februar war es, als die CDU zum Online-Stammtisch zum Thema "Gewerbe in der Corona-Zeit" einlud und dazu gezielt Links an Vertreter aus verschiedenen Branchen der Wirtschaft verschickte, unter anderem an den Vorsitzenden des Gewerbevereins Heinz Weidner, aber auch an Bänker, Dienstleister und andere.
Darunter auch an die Apothekerin Dr. Schamim Eckert von der Anspacher Glocken-Apotheke. Das Thema Schnelltest wurde angesprochen und wirkte nach. Die Apothekerin hat inzwischen ein leistungsstarkes lokales Testzentrum im Jugendhaus eingerichtet, das wegen der Pandemie für Jugendliche geschlossen ist. "Der VzF Taunus hat uns sehr unterstützt", so Eckert mit Dank an die Adresse von Karin Birk-Lemper, Leiterin des zum Gebäudekomplex gehörenden VzF-Kindergartens.
Mitte März wurde mit dem Testen begonnen, und der Ansturm war auf Anhieb groß. In einem der großen Aufenthaltsräume wurden drei Teststationen aufgebaut und von montags bis samstags getestet, auch am Samstag vor Ostern gab es das Angebot für jedermann. Denn wie Eckert weiter erklärte, kommen die Menschen auch aus den Nachbarkommunen oder sogar aus Nachbarkreisen.
"Inzwischen haben wir noch einen weiteren Raum dazu genommen", informierte die Apothekerin die Besucher aus der Politik mit und erläuterte den Ablauf und die Organisation, die dahintersteckt. In zwei Schichten werde inzwischen gearbeitet. Das Team ist von 30 auf 52 geschulte Helfer angewachsen, alle geimpft, mit Astrazeneca.
"Alle haben einen Arbeitsvertrag", war eine weitere Information, die einen Einblick in den organisatorischen Aufwand liefert. Wichtig zur Bekämpfung der Pandemie sei, dass neben dem Impfen möglichst viel getestet werde. Rund 800 oder mehr Tests schaffe das Jugendhaus-Team am Tag und dass die Testungen Sinn ergeben, zeigt sich mit dem Befund, dass etwa 10 Prozent positiv Getestete herausgefischt werden. "Es waren auch schon einmal 14 bis 16", so Prof. Dr. Gunter Eckert, Pharmakologe im Apotheken-Team.
Die Öffnungszeiten der Teststation sind montags bis freitags von 7 bis 20 Uhr, samstags von 9 bis 15 Uhr. Eine Terminvereinbarung wird empfohlen, aber es geht auch ohne. Ausführliche Informationen des kostenfreien Antigen -Tests finden sich auf der Webseite der Glocken-Apotheke: www.apotheke-in-neu-anspach.deDie Corona-Teststation (Jugendhaus) befindet sich in der Gustav-Heinemann-Straße 9.
Frank Saltenberger

Das Ergebnis der Kommunalwahl steht fest. Wir danken allen Wählerinnen und Wähler für Ihr Vertrauen.